Pressemitteilung Nr. 428 vom 02.07.2013

"Wissenschaft für die Zukunft" – Karl Foerster im Film-Porträt

Standbild "Karl Foerster" 
Foto: Landeshauptstadt Potsdam
Standbild "Karl Foerster" 
Foto: Landeshauptstadt Potsdam
2013 07 02 _Filmporträt über Karl Foerster - Standbild 1-web
Im Rahmen der Jahreskampagne "Wissenschaft für die Zukunft" lässt der Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Marketing der Landeshauptstadt Potsdam neun Filme produzieren. Darin werden historische Persönlichkeiten porträtiert, die der Wissenschaft zum Fortschritt verholfen haben und eng mit Potsdam verbunden sind. Nachdem in den ersten zwei Beiträgen Jacob Paul von Gundling (1673-1731) und Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (1821-1894) dargestellt wurden, vermittelt der dritte Film "Karl Foerster" Einblicke in das Leben und Wirken Karl Foersters.

Karl Foerster (1874-1970), Gärtner, Staudenzüchter und Gartenphilosoph war zwar kein Wissenschaftler im klassischen Sinne, hat aber im Bereich der Züchtungsarbeit entscheidende Ansätze geliefert. Einen Großteil seines langen Lebens verbrachte er in Bornim, wo er rund um sein Haus Stauden züchtete. Als Versuchsfeld nutze er seinen weiträumigen Garten, der bis heute öffentlich zugänglich und eine Pilgerstätte für Blumenliebhaber ist. Zu Foersters Lebzeiten fand hier ein regelmäßiger Gedankenaustausch zwischen ihm und anderen Geistesgrößen seiner Zeit statt. Architekten, Gartengestalter, Musiker und Künstler trafen sich hier. Der Potsdamer Gartenarchitekt Walter Funcke nannte Bornim gar das "Worpswede der Gartengestalter". Im Rückblick wird die Gruppe um Foerster als "Bornimer Kreis" bezeichnet.

Auch in Potsdams Innenstadt hat Karl Foerster seine Spuren hinterlassen. Er ließ auf der Freundschaftsinsel erste Staudenschau- und Sichtungsgärten anlegen. Heute erinnert hier ein Denkmal an Foerster, der der Nachwelt in seinen Werken nicht nur gärtnerisches Wissen, sondern auch viele philosophische Gedanken hinterlassen hat. Und so ziert eines von Foersters berühmten Zitaten die Metallplastik von Christian Roehl: "Wer Träume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer träumen als andere." Der nächste Filmbeitrag erscheint im Juli und befasst sich mit dem Chemiker Max Volmer (1885-1965).


Info:
Den Film "Karl Foerster" gibt's im Internet zu sehen auf potsdam.de und auf YouTube.