Spurensuche im November 2012
Lösung: Im elften Monat des Gewinnspiels "Spurensuche Friedrich 300" galt es die Friedrichskirche in Potsdam Babelsberg zu entdecken.
Ein Video-Portrait zur Friedrichskirche in Potsdam Babelsberg.
Die ersten drei richtigen Einsendungen werden mit Eintrittskarten bzw. CDs belohnt:
- für die Ausstellung "Friedrich und Potsdam - Die Erfindung (s)einer Stadt" im Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Am Alten Markt
- CD "Flöten König" der Kammerakademie Potsdam
- zwei Karten für ein festliches Konzert in der Adventszeit
Hier erhalten Sie ausführliche Informationen zum Gewinnspiel "Spurensuche Friedrich 300".
Babelsbergs historische Mitte:
Die Weberhäuser rund um den Weberplatz zeugen noch heute von der Ansiedlungspolitik Friedrich II. im 18. Jahrhundert. Er schuf für zahlreiche Weber- und Spinnerfamilien aus Böhmen, die 1751 nach Potsdam kamen, die Siedlung Nowawes. Der seit 1750 angelegte dreieckige Weberplatz ist das ursprüngliche Zentrum von Nowawes. Es gibt mehrere Deutungen dafür, wie die Form des Platzes in Folge der dreieckigen Anlage des ersten Siedlungsabschnitts entstanden ist. Unter anderem heißt es, dass Friedrich II. auf die Frage der Baumeister, wie der Marktplatz denn aussehen solle, seinen Dreispitz auf den Tisch geworfen habe: "So soll er aussehen." Also dreieckig.
In den Jahren 1995/96 wurde der Platz entsprechend der historischen Vorgaben mit Mitteln der Städtebauförderung erneuert und umgestaltet. Hier gibt es jeden Samstag einen Markt sowie jährlich im Juni das "Böhmische Weberfest" und im November den Böhmischen Weihnachtsmarkt.
Das Zentrum des Platzes bildet die Friedrichskirche. Sie wurde 1752/53 im Auftrag von Friedrich II. nach Entwürfen des niederländischen Baumeisters Jan Bouman errichtet, um einen Ort des Gebetes und der Verkündigung für die protestantischen Böhmischen Weber und Spinner zu haben. Die Kirche ist eine protestantische Saalkirche mit achteckigem Grundriss und bietet 900 Menschen Platz. Da es neben der böhmischen auch eine deutsche Gemeinde gab, wurde bis 1809 zweisprachig gepredigt. Die am Glockenturm befindliche vergoldete Uhr stammt aus dem Jahr 1766. Die drei Glocken wurden 1857 vom Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation gegossen. Die heutige Orgel stammt aus der Werkstatt des bekannten Potsdamer Orgelbauers Alexander Schuke, der sie 1913/14 herstellte. Das Altarbild des Dresdner Malers Carl Schmidt (1790-1865) wurde von Friedrich Wilhelm IV. gestiftet.
Der Neffe des Königs, der spätere Kaiser Friedrich III., schenkte der Kirche die Tauffünte aus Sayner Eisenguss mit floraler Ornamentik. Die Beleuchtungskörper, die sogenannten Blaker, wurden aus den Mützenschildern der königlichen Leibgarde Friedrichs II. hergestellt. Den Abendmahlskelch stiftete 1791 das Leinewebergewerk. Neben dem Eingang der Kirche wurde 1995 das von dem mährischen Künstler Igor Kitzberger geschaffene Denkmal errichtet, das an den böhmischen Reformator Johann Amos Comenius (Jan Amos Komensky, 1592-1670) erinnert, der als Bischof den böhmischen Protestanten ein geistlicher Führer war. Durch seine pädagogischen, theologischen und philosophischen Schriften gewann Comenius Weltbedeutung. Er setzte sich auch für die allgemeine Schulpflicht für beide Geschlechter und den Aufbau eines einheitlichen Bildungswesens ein.
Naturdenkmale in Babelsberg
Auf dem Weberplatz befinden sich zwei Naturdenkmale, ein Weißer Maulbeerbaum und eine Winter-Linde.
Konzert am 1. Dezember 2012 um 16 Uhr im Rahmen des Böhmischen Weihnachtsmarktes
Friedrichskirche "Böhmische Hirtenmesse" von Jakub Jan Ryba, Kammerorchester Quattro Corde und der Kammerchor Canticorum iubilo unter der Leitung von Jiri Kubik aus Prag, Gesangssolisten
In Tschechien ist die Hirtenmesse von Ryba (1765-1815) in der Weihnachtszeit so beliebt, wie in Deutschland das Weihnachtsoratorium von Bach. Die Musik ist innig, fröhlich und liebenswürdig, sie bewegt die Herzen und Seelen der Interpreten und Zuhörer seit mehr als zwei Jahrhunderten. Das Konzert findet im Rahmen des Böhmischen Weihnachtsmarktes statt und bildet den Auftakt für die Konzertreihe "Klingender Advent", in der für Spenden zur musikalischen Förderung von Kita-Kindern in verschiedenen Potsdamer Konzertveranstaltungen gesammelt wird.
Ticket Hotline: (0331) 704 92 64










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