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"Stadt verdoppelt Baukasse fürs Archiv"

Märkische Allgemeine Zeitung, 26.1.2012

Trägerverein rechnet mit zügigem Bauablauf


Von Volker Oelschläger

POTSDAM / TEMPLINER VORSTADT - Der Trägerverein des alternativen Jugendkulturzentrums Archiv in der Leipziger Straße 60 rechnet nach dem Baubeginn mit einer zügigen Umsetzung der überfälligen Baumaßnahmen zur Brandschutzsanierung und zum Substanzerhalt an dem denkmalgeschützten Gebäude. Archiv-Sprecher Kay Kärsten sagte gestern zur MAZ, das „sollte innerhalb weniger Monate abgeschlossen sein".
Wie berichtet, sorgte eine dritte Rate über 300 000 Euro für die Archiv-Sanierung in der vergangenen Woche im Jugendhilfeausschuss für Diskussionen. Nach Schätzung des Archiv-Sprechers könnte die Baustelle mit dieser Rate aber überhaupt erst ausfinanziert sein. Die Stadt bestätigte gestern auf Anfrage, dass mit Bestätigung der dritten Rate ein Gesamtbetrag von 625 000 Euro zur Verfügung stünde.
Von den im Jahr 2010 in einer ersten Rate bereitgestellten Mitteln in Höhe von 225 000 Euro wurden laut Rathaussprecher Jan Brunzlow bisher knapp 37 000 Euro abgerufen. Nach Angaben Kärstens floss dieses Geld zum großen Teil in die Bauvorbereitung. Zur eigentlichen Baugenehmigung, die im ersten Quartal 2011 erteilt worden sei, sei durch die Stadt eine Entwurfsunterlage Bau angefordert worden, die mittlerweile aber ebenfalls vorliege. Auch Brunzlow nannte diese Entwurfsunterlage zur Ermittlung der tatsächlich erforderlichen Kosten und deren noch anstehende Prüfung als weitere Voraussetzung für die Bewilligung der kompletten Sanierungsmaßnahme.
Die Restsumme der 2010 bewilligten ersten Rate, knapp 190 000 Euro, wird laut Brunzlow in das Haushaltsjahr 2012 übertragen. Im Jahr 2011 seien weitere 100 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden. Der Haushaltsplanentwurf für 2013 sieht, wie Brunzlow bestätigte, einen zusätzlichen Betrag von 300 000 Euro vor. Vorbehaltlich dem Ergebnis der Prüfung der Entwurfsunterlage Bau und der Haushaltslage der Landeshauptstadt stünden für die brandschutztechnische Sanierung des Gebäudes 625 000 Euro zur Verfügung, so der Rathaussprecher. Er versicherte zudem: „Die Mittel stehen im gesamten Zeitraum der Baumaßnahme bis zur Beendigung der brandschutztechnischen Sanierung zur Verfügung und können demzufolge in diesem Zeitraum abgefordert werden."
Die Sanierung des Archivs ist seit Herbst 2008 Gegenstand von Verhandlungen zwischen Stadt und Nutzern. Heute steht sie als Vorschlag aus dem Bürgerhaushalt auf der Tagesordnung des Kulturausschusses.

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