Der falsche Fritz - Friedrich II. im Film
Ausstellung vom 25. Januar 2012 bis 3. März 2013 im Filmmuseum Potsdam


Zur Ausstellung: Der falsche Fritz - Friedrich II. im Film:
Vom 25. Januar 2012 bis 3. März 2013 ist im Filmmuseum Potsdam die Ausstellung "Der falsche Fritz - Friedrich II. im Film" mit Anekdoten, Heiterem und Ernstem um den großen König zu sehen. Sie widmet sich nicht dem echten Friedrich, sondern seinen Doubles auf der Kinoleinwand: den "falschen Fritzen". Die gezeigten Filme taugen weniger als Lehrstunden über preußische Geschichte, erzählen aber Aufschlussreiches über ihre Entstehungszeit. Mythos, Propaganda, und Kommerz sind die Themen der Ausstellung. Sie widmet sich einigen bekannten und vergessenen Produktionen der Jahre 1920 bis 1942.
Nach dem Ersten Weltkrieg wird der Mythos "Friedrich" fürs Kino beschworen, möglichst international verkäuflich, möglichst tendenzfrei. Und doch genügt das Erscheinen des Monarchen auf der Leinwand, die junge Demokratie herauszufordern und Proteste zu entfachen.
Der NS-Film will den König als zentrale Figur in politischen Filmen nutzen, scheitert aber letztlich am historischen Vorbild. Geschichte muss gefälscht und für die nationalsozialistischen Zwecke passend gemacht werden.
Das Bild Friedrichs II. in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts scheint eins geworden mit seinem berühmtesten Darsteller: Otto Gebühr. Die Presse streute die Legende, er hätte sich dem Preußenkönig auch privat anverwandelt. Das ging so weit, dass ihn Straßenpassanten mit "Eure Majestät" ansprachen. Aber der Mensch Otto Gebühr hätte nicht weiter von dem Bild Friedrichs, das er auf der Leinwand verkörperte, entfernt sein können - ein "falscher Fritz" in doppelter Hinsicht. Seine Biografie wird parallel zu den Friedrich-Filmen erzählt.
Die Ausstellung stellt Fragen nach Möglichkeiten und Grenzen der Kunst, Politik, Lebensentwürfen und Geschichtsbildern. Präsentiert werden Dokumente, Fotos, Devotionalien, zeitgenössische Werbung, veröffentlichte und unveröffentlichte Filmdokumente und Audiomaterialien. Sie entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Michael Gebühr, Otto Gebührs Sohn.
Die Ausstellung präsentiert sich im Rahmen des Jubiläumsjahres von Kulturland Brandenburg 2012:
Friedrich der Zweite von Preußen, "Kommt zur Vernunft!" und wird unterstützt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Stadt Potsdam.
Begleitprogramm zur Ausstellung im Kino des Filmmuseums sind 2012 neben sämtlichen verfügbaren Friedrich-Filmen ergänzende Vorträge, Gespräche und Buchpräsentationen vorgesehen.
Kontakt
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A, 14467 Potsdam
Telefon: +49 331 27181-0
info@filmmuseum-potsdam.de






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