UNIDRAM 2011: Fünf Tage junges, internationales Theater in Potsdam
Vom 2. bis 6. November 2011 präsentiert das Internationale Theaterfestival UNIDRAM im Erlebnisquartier Schiffbauergasse zum bereits 18. Mal wieder außergewöhnliche Inszenierungen. Das Spektrum der 13 Ensembles aus Deutschland und weiteren sieben europäischen Ländern reicht von Tanz- und Musiktheater über multimediale Performances und Installationen bis hin zu Schauspiel, Objekt- und Figurentheater. Ergänzt wird das Programm durch Konzerte und Parties.
Eröffnet wurde das diesjährige Festival am 2. November in der Fabrik Potsdam mit Tanztheater aus Prag (Tschechien). Farm in the Cave wirft in „Divadlo“ einen Blick auf die Spätfolgen der einstigen Kolonisation Amerikas für die europäischen Eroberer wie für die Ureinwohner; die Annäherung zweier grundsätzlich verschiedener Kulturen scheint unmöglich. Travestieshows und Karnevalsparodien, verschiedene musikalische Einflüsse wie Flamenco, Samba de coco und Cavalo marinho vermischen sich zu einem zirzensischen, expressiven Tanztheater, zu einem extrem südländisch anmutenden Fest voller Liebe, Stolz, Zorn, Gewalt, Angst und Tod.
Hauptthemen der „Bakchen 2“ vom finnischen Ensemble „Und er liebet“ am 4. November 2011 (21.15 Uhr) sind Manipulation, Verblendung und Wahn, Identität, Rache und Schicksal. Es geht um Ekstase und Trance, um Ordnung und Orgie, um Zerstörung und das Zelebrieren des Todes. Kurz: um das Perpetuum Mobile der Triebe. Aber auch darum, wie alternative Formen menschlicher Existenz erfahren werden können.
Multimediales Marionettentheater zeigt am 5. November 2011 (20 Uhr) und 6. November 2011 (21 Uhr) die französische Gruppe Les Antliaclastes. „Hilum“ erzählt von Waisenkindern, die zurückkehren an den Ort ihrer Pein. Es ist eine Geisterstunde, bei der die Geister mit der Wucht intensiver Traumwelten gegen die Zeit selbst rebellieren. Ein dunkler Auferstehungs- und Erinnerungstrip mit der kindlich-bösen Lust an Zerstörung und Untergang, inspiriert vom Phantasie- und Horrorkino, von Trickfilmen und vom Film Noir wie gleichermaßen von Artauds „Theater der Grausamkeit“ oder der Pataphysik eines Alfred Jarry.
Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie auf der Festivalhomepage erhältlich.
Veranstaltungsorte sind in diesem Jahr neben den Räumen des T-Werks die fabrik, das Museum Fluxus+, das Hans Otto Theater, das Waschhaus und die Waschhaus Arena.









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