Elektrofahrradtest der Verwaltung
eine Aktion der Koordinierungsstelle Klimaschutz und der RADhaus GmbH
die nächste Woche auf dem Rad mit neuen Erfahrungen der Probanden
Herr B.
In der Zeit vom 16.08. bis zum 03.09. habe ich rund 180 km mit dem Herren-E-Fahrrad zurückgelegt und bin inner- sowie außerorts unterwegs gewesen. Bis zur 1. Akku - Nachladung habe ich bei sommerlichen Temperaturen im Stadtverkehr 69 km erreicht. Bei der dreistufig -schaltbaren Zusatzhilfe durch den E - Motor benutzte ich dabei nur die geringste und mittlere Stufe zur Unterstützung, welche ich auf ebenem Terrain als sehr angenehm und ausreichend empfand. Mit der 2. Akku - Ladung ging es bei kühleren Temperaturen und stark böigem Wind nach Groß Glienicke und Fahrland. Während dieser Fahrt überzeugten mich die Fahreigenschaften trotz Wind und landestypischen Oberflächenunebenheiten in der stärksten Hilfezuschaltung restlos über die Alltagstauglichkeit des Velos. Die Reichweite der zweiten Akkuladung endete dementsprechend bei 46 km. Mit der 3. Akku - Ladung erreichte ich im innerstädtischen Verkehr eine Reichweite von 64 km. Die Ladedauer beträgt ungefähr 4 bis 5 Stunden. Die Fahreigenschaften des Velos sind gut. Woran man sich im Stadtverkehr gewöhnen muss ist, dass man doch schneller unterwegs ist als der herkömmliche Radfahrer und man in der Geschwindigkeit von den anderen Verkehrsteilnehmern einfach falsch eingeschätzt wird. Aber es tritt sich doch so schön! Jedoch nur solange bis der Akku leer ist, denn dann bekommt man das Mehrgewicht des Motors und des Akkus, wenn auch moderat, doch zu spüren.
Fazit : Das Velo ist alles andere als ein Werbegag und allemal alltagstauglich .
eine weitere Woche auf dem Rad mit neuen Erfahrungen der Probanden
Frau Dr. L.
Nach mehr als 300 Fahrradkilometern mit dem Damenrad möchte ich folgende Erfahrungen weitergeben:
Grundsätzlich fahre ich bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter mit dem Rad nach Hause (14 km). Das Elektrorad nutze ich aber bereits am Morgen für den Weg zur Arbeit. Ich spare 20 bis 25 Minuten pro Weg, da ich, dank der Unterstützung durch den Motor, die Berge wesentlich schneller hochfahren kann.
Jedoch ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten, da die anderen Verkehrsteilnehmer nicht mit dieser Geschwindigkeit rechnen. Der Motor unterstützt ein sehr rasches Anfahren.
Eine Akkuladung reicht für ca. 35 km. Bei Benutzung des Dynamos und der Display-Beleuchtung entlädt sich der Akku sehr viel schneller. Das Licht bekommt die Note befriedigend. Für ein normales Rad wäre die Lichtquelle sicher ausreichend. Da ich jedoch mit diesem Rad wesentlich schneller unterwegs bin, als mit einem herkömmlichen Rad und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h erreiche, statt 18 km/h, müsste der Weg sicherer ausgeleuchtet sein. Der Dynamo läuft schön leicht, wobei hier eine Nabendynamo natürlich besser wäre.
Fazit: Dieses Fahrrad ist aufgrund der geringen Akkukapazität leider nicht für lange Strecken geeignet, obwohl man damit wesentlich längere Touren fahren könnte als mit einem herkömmlichen Rad.
weitere Erfahrungen der Probanden
Herr Bö.
Nach einer guten Woche mit ca. 100 km lässt sich aus meinem Blickwinkel folgendes festhalten:
- Das Fahrrad stellt eine (sehr) gute Alternative zur Pkw-Nutzung für Außendienstmitarbeiter der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt dar. Insellage des Stadtkerns und die mittel u. langfristig absehbaren Sanierungen von Brücken und Straßen werden auch weiterhin das Pkw-Aufkommen erhöhen, so dass das Radfahren (neben dem öffentlichen Nahverkehr) innerstädtisch alternativlos ist.
- Ebenso für mittlere wie längere Dienstwege bis Fahrland und Groß-Glienicke wären die Fahrten für Mitarbeiter auf Grund der geringen Taktzeiten im ÖPNV (insbesondere an regenfreien Tagen) durchaus zumutbar.
- Bei Anschaffung der Räder in entsprechender Stückzahl würde hier neben der Entlastung unseres PKW-Fuhrparkes ein guter und praktischer Beitrag für das betriebliche Gesundheitsmanagement geleistet werden.
- Bei Anschaffung der Räder sollte bedacht werden, dass alle Räder mit "unplattbaren" Decken bzw. Mänteln versehen werden, da leider noch viele Mitbürger Potsdams noch nicht wissen, wo und wie man Glasflaschen entsorgt, und die Glassplitter in einer hohen Dichte auf den Wegen präsent sind. Da hilft uns auch eine eigens dafür eingerichtete Hotline für Glasbeseitigung nicht weiter.
erste Erfahrungen der Probanden
Herr Dr. P.
Die Fahreigenschaften sind mit gut zu bewerten. Wenn man sich auf die Zuschaltung des "E-Motors" eingestellt hat, ist diese eine spürbare Unterstützung beim Fahren. Leider konnte ich noch nicht mehr als 10 Km fahren, aber die Batterie scheint noch immer voll zu sein. Wie sich der Ladevorgang vollzieht, kann ich noch nicht beurteilen. Manchmal muss ich auf den Powerknopf mehrmals drücken, bevor eine Energiezufuhr erfolgt. Was man in Kauf nehmen muss, ist das Gewicht. Man kann das Fahrrad nur unter großen Anstrengungen anheben oder irgendwo hochtragen. Das Fahrrad wäre sogar mir zu schwer.
Frau D.
Ich bin mit dem Rad ca. 120 Km gefahren und habe dabei festgestellt, dass es einerseits schon recht angenehm ist sich durch einen E-Motor unterstützen zu lassen, aber es andererseits auch zu einem anderen sehr guten Rad keine großen Unterschiede gibt. Durch die sehr langen Strecken von Glindow nach Potsdam und zurück, konnte ich weder einen Zeitgewinn noch andere Effekte feststellen. Trotz alledem war es eine sehr angenehme Erfahrung solch ein E-Rad ausprobieren zu können.
Frau L.
Im Rahmen unserer Aktion testen wir 2 Damenräder mit Frontantrieb und 2 Herrenräder mit Antrieb am Tretlager. Mittlerweile bin ich beide Radtypen gefahren und kann Jedem der sich mit Kaufgedanken für solch ein Fahrrad trägt nur raten, die unterschiedlichen Modelle möglichst ein bis zwei Tage im Alltag zu testen. Das Damenrad mit Frontantrieb zieht beim Anfahren sofort an und auch in Potsdam übliche Steigungen lassen sich sehr leicht, ohne großes Treten bewältigen, selbst mit der geringsten Unterstützungsstufe. Doch ist das Rad sehr schwer und ohne Unterstützung kaum zu fahren. Durch den Motor im Vorderrad ist auch die Lenkung etwas schwierig und das Fahrverhalten eher behäbig. Demgegenüber kommt das Herrenrad meinem gewohnten Nutzerverhalten schon näher. Es ist zwar auch nicht gerade leicht, aber durch die zentralere Gewichtsverteilung leichter zu handhaben. Beim Anfahren spürt man den gewohnten Tretwiderstand, ohne das es zu beschwerlich wird, weil dann der Motor zuschaltet und man leicht dahinrollt.
Helfen Sie mit, das Klima zu schonen.
Cordine Lippert, Klaus-Peter Linke
Koordinierungsstelle Klimaschutz






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