Integriertes Klimaschutzkonzept für die Landeshauptstadt Potsdam


Gutachten zum Integrierten Klimaschutzkonzept 2010 - Übersicht mit pdf-Dateien
„Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages."
Potsdamer Weg in die nachfossile Zeit wird skizziert, integriertes Klimaschutzkonzept an Bieterkonsortium mit PIK an der Spitze vergeben
Die Landeshauptstadt Potsdam hat sich ambitionierte Ziele zum lokalen Klimaschutz gesetzt. Bis zum Jahr 2020 sollen die Kohlendioxidemissionen gegenüber denen des Jahres 2005 um 20 % gesenkt werden, bis 2050 sollen sogar nur noch 2,5t/pro Einwohner pro Jahr emittiert werden.
Um den Weg dorthin zu skizzieren, hat die Landeshauptstadt Anfang Januar die Entscheidung darüber getroffen, welche Institution das sogenannte „integrierte Klimaschutzkonzept", das mit Hilfe von Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert wird, erstellt.
Es wird ein Gesamtkonzept erarbeitet, dass die Ergebnisse von fünf Teilkonzepten zusammenführt.
Der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung eines Energiekonzeptes 2010 - 2030 (Wärmeatlas, Wärmekataster, Energieeffizienz, Potentialanalysen Nutzung Erneuerbarer Energie, Szenarien, Handlungsempfehlungen und Umsetzungsstrategien, Monitoringverfahren).
In einem Stadtentwicklungskonzept „klimagerechte Stadt - CO2-Neutralität bis 2050 / Anpassungsstrategien an den Klimawandel" sollen Wege zur CO2-Reduktion aufgezeigt werden. Hier sollen die wesentlichen zu erwartenden Änderungen des Stadtklimas demonstriert und erste Anpassungsstrategien skizziert werden.
Mit Hilfe einer Solardachpotentialanalyse soll der Zielkonflikt zwischen Stadtgestaltung (Denkmalschutz) und Solarnutzung einer verbesserten, fachlichen Qualität und Diskussion zugeführt werden. Im Anschluss an die Potentialanalyse ist eine Veröffentlichung der Solarinventur auf einer öffentlich zugänglichen, interaktiven Internetseite vorgesehen.
In einem Öffentlichkeitskonzept - Klimaschutz sollen mögliche Kommunikationswege zu verschiedenen Energieverbrauchergruppen erörtert, entsprechend konzipiert und ein Beratungsnetzwerk Energie und Bauen für die Landeshauptstadt ausgearbeitet werden.
Im Teilkonzept Verkehr/Innovative Mobilitätsansätze sollen Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung und -verlagerung sowie technisch innovative Ansätze geprüft werden. Durch geeignete Maßnahmen zur Förderung des ÖPNV und des Radverkehrs in der Landeshauptstadt Potsdam soll perspektivisch bis zum Jahr 2020 eine Veränderung des Modalsplit durch die Verlagerung von 10% MIV auf ÖPNV (+3%) und Radverkehr (+7%) erreicht werden.
Nach einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung wurde der Auftrag, der einen Wert von mehr als 250.000 Euro beinhaltet, an ein Bieterkonsortium aus 10 spezifischen Unternehmen unter Federführung des Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung vergeben.
Die Projektpartner sind:
Arbeitsgemeinschaft Umbau Stadt GbR
LUP - Luftbild Umwelt Planung GmbH
FH-Osnabrück - Science to Business GmbH
GEOkomm-networks e.V., Kompetenznetzwerk Geoinformationswirtschaft
Leifeld Unternehmensberatung GmbH






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