Zum Tod von Willi Frohwein
„Die Landeshauptstadt Potsdam verliert mit Willi Frohwein einen aufrichtigen und wachsamen Kämpfer gegen Rassismus und Intoleranz. Wie bedauern diesen Verlust zutiefst", so Oberbürgermeister Jann Jakobs in einem Kondolenzschreiben, in dem er den Angehörigen sein Mitgefühl ausdrückte.
Willi Frohwein, der für seine Lebensleistungen am 09.November 2005 mit einer Eintragung in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Potsdam geehrt wurde, hatte es sich nach 1945 zur Aufgabe gemacht, über seine Zeit als Zwangsarbeiter unter den Nationalsozialisten und als Häftling von Konzentrationslagern zu berichten. Als Zeitzeuge suchte Willi Frohwein insbesondere das Gespräch mit Jugendlichen, um ihnen seine Erfahrungen und Erkenntnisse weiterzugeben und vor dem sich wieder ausbreitenden faschistischen Gedankengut zu warnen.
