Dr. Hauke Marquardt wurde mit dem 3. Potsdamer Nachwuchswissenschaftler-Preis ausgezeichnet

Dr. Hauke Marquardt wird für seine hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Geomaterialforschung unter extremen Druck- und Temperaturbedingungen, wie sie im Erdinnern herrschen, geehrt. Er hat sich insbesondere mit den Wärmetransporteigenschaften von Granat und den elastischen Eigenschaften von Ferroperiklas befasst, zwei Mineralien, die im Erdmantel weit verbreitet sind. Für seine grundlegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde Dr. Marquardt im Dezember 2006 und im Dezember 2008 von der American Geophysical Union mit dem „Outstanding Student Paper Award" ausgezeichnet. „Dies ist eine Ehrung, die bisher in dieser zweifachen Form noch keinem deutschen Nachwuchswissenschaftler zuteil wurde", so Jury-Mitglied Prof. Dr. Rolf Emmermann. Nach Ansicht von Prof. Dr. Wilhelm Heinrich vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ ist Dr. Hauke Marquardt „wahrscheinlich der beste Doktorand, der jemals in einer meiner Gruppen gearbeitet hat".
Dr. Hauke Marquardt erfuhr an der University of California in Berkeley von der Juryentscheidung. „Ich freue mich sehr über diese Anerkennung meiner Arbeit - so etwas motiviert, weiter zu forschen", war seine spontane Reaktion auf die gute Nachricht.
Dr. Hauke Marquardt wurde 1980 in Wolfenbüttel geboren. Er studierte zunächst an der Fachhochschule Oldenburg Hörtechnik und Audiologie und wechselte nach dem Vordiplom an die Freie Universität Berlin, um dort Geologie zu studieren. Nach dem Vordiplom absolvierte Dr. Marquardt sein Hauptstudium „Mineralogie/Materialwissenschaften" an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Sein Studium schloss er 2006 ab; die Diplomarbeit wurde am GeoForschungsZentrum durchgeführt und betreut. Im Sommer 2009 schloss er nach 2 ½ Jahren seine Promotion an der Freien Universität Berlin „mit Auszeichnung" ab. Die Doktorarbeit selbst wurde ebenfalls am Deutschen GeoForschungsZentrum durchgeführt und betreut. Seit Juli 2009 ist er PostDoc am GFZ. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ermöglicht Hauke Marquardt derzeit einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der University of California (Berkeley).
Nach 22 Nominierungen im Jahr 2007 und acht im Jahr 2007 lagen in diesem Jahr 19 Bewerbungen vor. Diese wurden von einer sechsköpfigen Jury unter Vorsitz von Oberbürgermeister Jann Jakobs gesichtet und bewertet. Der Jury gehörten Prof. Dr. Rolf Emmermann vom Deutschen GeoForschungsZentrum, Prof. Dr. Heinz Kleger von der Universität Potsdam/Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Prof. Dr. Reinhard Lipowsky, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Institutes für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Prof. Dr. Bernd Müller-Röber von der Universität Potsdam/Institut für Biochemie und Biologie sowie Prof. Dr. Dieter Wagner von der Universität Potsdam/Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer an. „Wie in den Vorjahren hatte die Jury die schwierige Aufgabe, aus der Vielzahl an sehr guten Arbeiten eine einzelne auszuwählen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Dr. Hauke Marquardt einen hervorragenden Preisträger bestimmt haben", freut sich Oberbürgermeister Jann Jakobs.






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