Der Uferweg am Griebnitzsee - Die wichtigsten Fragen und Antworten
Planungsziele
Planungsziele
Bebauungsplan Nr. 125 „Uferzone Griebnitzsee" (Auszug)
„Am Ufer des Griebnitzsees sollen Freiflächen zur Nutzung für die
Allgemeinheit vorgehalten werden, um den Uferbereich als landschaftlich
besonders attraktives Erholungsgebiet von gesamtstädtischer
und überörtlicher Bedeutung zu gestalten. Dieses grundlegende
Ziel, welches bereits im FNP dokumentiert ist, stützt sich
auch im Landschaftsrahmenplan Potsdam und im Ufer- und Stegekonzept
Potsdam auf Ziele, die im Bundes- und Landesrecht
verankert sind. In der Verfassung des Landes Brandenburg ist in
Artikel 40 Abs. 3 bestimmt, dass Land, Gemeinden und Gemeindeverbände
verpflichtet sind, der Allgemeinheit den Zugang zur
Natur, insbesondere zu Bergen, Wäldern, Seen und Flüssen, unter
Beachtung der Grundsätze für den Schutz der natürlichen Umwelt
freizuhalten und gegebenenfalls zu eröffnen.
Ein durchgehender Uferweg zum 'Landschaftserleben' als oberstes
Planungsziel dieses Bebauungsplans bedeutet vor allem das
Erlebnis einer Uferzone für die Allgemeinheit. Dies umfasst die
Möglichkeit, die offene Wasserfläche des Griebnitzsees und das
gegenüberliegende Ufer nicht nur punktuell, sondern auf gesamter
Uferlänge wahrzunehmen, z. B. historische Gebäude in Klein Glienicke
erleben und würdigen zu können. Ein durchgehender Weg
kann als wohnortnaher Spazierweg, Joggingstrecke und Fahrradstrecke
genutzt werden. Die Bedeutung eines durchgehenden
Uferweges bzw. dessen Akzeptanz in der Bevölkerung zeigte sich
bis April 2009 in der Frequentierung des Uferweges vor dessen
Schließung bzw. Beseitigung in einigen Teilbereichen.
Neben dem 'Landschaftserleben' ist die historische Bedeutung
des Uferstreifens von herausragender Bedeutung für die Planrechtfertigung.
Das Plangebiet umfasst einen Teilbereich der ehemaligen
Grenzanlagen zwischen der DDR und Berlin (West). Mit der
Sicherung der Anfang der 90er-Jahre entstandenen öffentlichen
Zugänglichkeit des ehemaligen Grenzstreifens bleibt die Teilung
Deutschlands für die Allgemeinheit erlebbar. Soweit der künftige
Wegeverlauf demjenigen des ehemaligen sog. Kolonnenwegs entspricht,
kann er den früheren Grenzverlauf und die Sicherungsmaßnahmen
entlang der Mauer in besonderer Weise verdeutlichen. "






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