"Wellen, Wetter, Wunder - Abenteuer Wissenschaft 2008"
- Potsdam bewirbt sich um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2008" -
Die Landeshauptstadt Potsdam wird sich um den vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgeschriebenen Titel „Stadt der Wissenschaft 2008“ bewerben. Über diese einstimmig gefasste Empfehlung des Vorstands des Vereins proWissenschaft Potsdam e. V. informierten heute Oberbürgermeister Jann Jakobs und Prof. Dieter Wiedemann, Präsident der Hochschule für Film und Fernsehen. Beide betonten: „Mit dem Jahr der Wissenschaft und der ersten Bewerbung wurde der ‚Schatz’, den die Wissenschaft in unserer Stadt darstellt, entdeckt und gehoben – jetzt geht es darum, ihn dauerhaft nutzbar zu machen. Wissenschaft und Forschung spielen eine wichtige Rolle für die Standortentwicklung Potsdams, auch für die Themen Gewerbeansiedlung und Wohnstandort. Außerdem ist Wissenschaft ein erheblicher, auch international ausbaufähiger Imagefaktor.“
Die neue Bewerbung steht unter dem Motto „Wellen, Wetter, Wunder - Abenteuer Wissenschaft 2008“.
Bereits mit der Bewerbungsinitiative wurde eine Welle auslöst, die bis 2008 und darüber hinaus trägt.
„Potsdam macht Wellen” unterstreicht durch vielfältige Projekte und Maßnahmen, dass die Wissenschaft ein wichtiger Impulsgeber für das gesellschaftliche Leben in Potsdam ist. Wellen sind darüber hinaus verbindendes Element wichtiger wissenschaftlicher Einrichtungen. Ob Gravitationswellen oder seismische Wellen, ob optische, akustische oder Wasserwellen, die in den Potsdamer Sportwissenschaften rollen: Wellen bewegen und werden bewegt und sind damit ein geeignetes Symbol für die Wirkung, die durch das Label „Stadt der Wissenschaft“ in Potsdam ausgelöst werden wird.
Das „Wetter von morgen” sieht eine stabile Hochdrucklage für das Potsdamer Wissenschaftsklima:
Studierende und Wissenschaftler finden nicht nur hervorragende Arbeits- und Studienbedingungen – sie sind in einer toleranten und offenen Stadt hochwillkommen. Darüber hinaus werden unter diesem Aspekt weitere, wichtige Infrastrukturmaßnahmen gebündelt.
Das „Wunder(n) am Anfang” schließlich fasst die Maßnahmen und Projekte zusammen, die für das Staunen als Beginn aller wissenschaftlichen Tätigkeit stehen. Hier soll bei Kindern, Jugendlichen und Laien z. B. über wundersame Alltags-Phänomene, das Interesse an Wissenschaft geweckt und zum Experimentieren und zur Beschäftigung mit Wissenschaft animiert werden Hier wird die Kreativität durch die Verknüpfung mit Kultur und Kunst gefördert – es werden Impulse und Anregungen geschaffen. Es ist ebenso ein Verweis auf ethisch-religiöse Fragestellungen, die in Potsdam auf international anerkanntem Niveau diskutiert werden.
In die Konzeptentwicklung der Bewerbung wurden neben dem Verein proWissenschaft und den wissenschaftlichen Institutionen von Anfang an Einrichtungen aus Wirtschaft, Kultur und Tourismus einbezogen, um eine möglichst breite Zustimmung in der Bevölkerung zu erreichen. Jann Jakobs hob in diesem Zusammenhang hervor: „Wir können uns nur erfolgreich bewerben, wenn es einen breiten gesellschaftlichen Konsens dazu gibt.“ Es gehe nach wie vor auch darum, die Wissenschaft noch stärker in die Stadt zu holen. „Dies gilt sowohl geografisch als auch emotional.“ Potsdams Oberbürgermeister verwies in diesem Zusammenhang auf das Standortentwicklungskonzept (SEK), in dem wichtige Wissenschaftsprojekte verankert sind.
Prof. Dieter Wiedemann betonte, dass mit der Bewerbung eine Stärkung Potsdams als Hochschul-, Film- und Medienstandort einhergeht und verwies auf die jetzt schon vorhandenen Netzwerke zwischen den Hochschulen einerseits und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie den Medien andererseits. „Uns wird es nur gelingen, gute und kreative Leute dauerhaft an unsere Stadt zu binden, wenn wir die vorhandenen Potenziale noch stärker als bisher nutzen. Ich wünsche mir, dass Potsdam auch Heimatstadt meiner Mitarbeiter und Studenten wird - auch über deren Ausbildung hinaus. Vielleicht schaffen wir es über eine noch intensivere Vernetzung von Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft auch, dass unsere Studenten in Babelsberg nicht nur studieren, sondern auch leben wollen.“
Jann Jakobs und Dieter Wiedemann informieren über den weiteren zeitlichen Ablauf des Bewerbungsverfahrens. Am 31. Oktober müssen die Unterlagen dem Stifterverband vorliegen. Die Jurysitzung wird voraussichtlich im Januar 2007 stattfinden. Dabei wird die Auswahl der drei oder vier Finalisten erfolgen. Die Präsentationen der Finalisten zur „Stadt der Wissenschaft 2008“ findet im Frühjahr 2007 in Braunschweig (der Stadt der Wissenschaft 2007) statt.
In Potsdam geht die Diskussion um die Stadt der Wissenschaft weiter. Das endgültige Bewerbungskonzept wird auf der Vorstandssitzung des Vereins „proWissenschaft e. V.“ am 26. Oktober abgenommen und der Vollversammlung des Vereins am 27. November präsentiert. Parallel soll die Akquisition von Sponsoren für Einzelprojekte beginnen. In Vorbereitung ist außerdem die Neuauflage des von der Landeshauptstadt 2003 und 2004 aufgelegten „WissenschaftsATLAS“. Weiterhin wird die Diskussion um das Thema Wissenschaft als Standortfaktor im Zusammenhang mit der Abstimmung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) fortgesetzt. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam wird zu zusätzlichen Veranstaltungen im Sinne der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft einladen. Geplant sind u. a. ein Workshop Wissenschaftstourismus im Herbst 2006, die Veranstaltung „Potsdam innovativ“ am 08.11.2006 sowie das Technologieforum Brandenburg.






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