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Zwischen Brandenburger und Nauener Tor

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Brandenburger Tor, Luisenplatz


Zum Luisenplatz gelangt man vom Hauptbahnhof aus mit der Straßenbahn oder mit dem Bus (Linie nach Sanssouci).

Über das Brandenburger Tor heißt es in einem Reiseführer von 1900: „Friedrich II. setzte an die Stelle des alten hölzernen Thores diesen schönen, mit korinthischen Säulen geschmückten Triumphbogen. Die Seite außerhalb der Stadt ist von Unger nach des Königs eigenem Entwurfe ausgeführt. ... Die Stadtseite ist von Gontard.“
So geschah es im Jahre 1770. Die nach außen gewandte Seite des Tores wurde reich verziert, die Attika mit Trophäen geschmückt. Über der Kartusche thront die vergoldete Preußenkrone. Am rechten Pfeiler der Stadtseite weist der Schriftzug „Schritt“ noch heute darauf hin, dass hier einst die Fahrer der Pferdebahnen Rücksicht auf die Fußgänger nehmen sollten.
Das Brandenburger Tor ist eines der drei heute noch weitestgehend erhaltenen Potsdamer Stadttore.
Das dunkelrot leuchtende Gebäude der Sparkasse am Luisenplatz 9 wurde 1833-1836 als Kaserne für das 1. Garde-Ulanen-Regiment gebaut, im Jahr 1900 beherbergte es die Kaiserliche Leibgarde.
Der Luisenplatz selbst entstand etwa um 1733 mit dem Bau der Stadtmauer an dieser Stelle.
Am 21. Dezember 1793 wurde hier die 17-jährige Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz (1776-1810), die später berühmt gewordene Königin Luise, empfangen. 1854 wurde der Platz von Lenné im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. gärtnerisch umgestaltet. Ziergehölze, Rasenflächen, Bäume und Hecken zierten den Platz. In der Mitte erhob sich ein mit reichem Figurenschmuck versehener Brunnen. 1903 wurde dieser durch ein Standbild des 99-Tage-Kaisers Friedrichs III. ersetzt. 1939 löste ein Parkplatz die Gartenanlage ab. Parkplatz und
Verkehrsknotenpunkt blieb der Ort bis in die 1990-er Jahre. Im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2001 wurde er erneut umgestaltet. Der Platz erhielt eine Tiefgarage und doppel- bzw. dreireihige Lindenreihen. Der Brunnen in der Platzmitte ist eine Schale mit einem Brunnenrand aus chinesischem Granit. Der Boden der Schale ist mit Platten aus demselben Material gestaltet. Die Fontäne hat eine Höhe von bis zu 8 Metern, der Brunnen einen Durchmesser von 16 m. An der südlichen Seite des Platzes findet sich das Restaurant „Alter Stadtwächter“. Eine Wand des denkmalgeschützten Hauses wird von der 1733 gebauten Stadtmauer gebildet, deren Bögen zu sehen sind. Die direkt am Tor gelegene Schänke war Treffpunkt der Torwächter und der Soldaten der umliegenden Kasernen.
Hinweis:
Vom Luisenplatz aus gelangt man in wenigen Minuten über die „Allee nach Sanssouci“ zum Grünen Gitter, zu einem der Haupteingänge des Parkes Sanssouci. Nähert man sich Schloss Sanssouci von dieser Seite, ist der Anblick besonders beeindruckend.

 
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