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Zwischen Brandenburger und Nauener Tor

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Stadtpalais Potsdam - Karstadt-Kaufhaus

Das heutige „Stadtpalais Potsdam“, ein Kaufhaus der Karstadt-Quelle AG, wurde 1910 für die Firma F. Schwarz gebaut. Erste Erweiterungen und Veränderungen erfolgten bereits 1913/14. 1929 kam das Warenhaus zu Karstadt. 1946 wurde Karstadt und damit auch dieses Haus enteignet und der Konsum-Genossenschaft übergeben. Nach der Wende erneut von einem Konzern übernommen, brannte das Haus aus und stand lange leer. 2005 wurde es als Stadtpalais Potsdam wieder eröffnet.
Das Potsdamer Kaufhaus gehört zu einer Gruppe von nur wenigen Kaufhäusern in Deutschland, bei denen das historische Erscheinungsbild der Fassaden mit unwesentlichen Veränderungen erhalten geblieben ist. Obwohl hier das Fassadendekor in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entfernt wurde, ist das heutige Erscheinungsbild noch weitgehend dem der Erbauungszeit ähnlich.
Bemerkenswert ist insbesondere der Jugendstil-Lichthof, der über eine regionale bauhistorische Bedeutung weit hinausgeht: Er ist einer der letzten Lichthöfe eines historischen Kaufhauses in der Region Berlin und Brandenburg, der mit seinem nachgebildeten Dekor bis heute erhalten werden konnte. Eine Strukturglasdecke im zweiten Obergeschoss ist eine weitere Besonderheit der Lichtgestaltung. Das Potsdamer Kaufhaus ist in der Fachliteratur über die Baugeschichte der Kaufhäuser in Deutschland mehrfach erwähnt und ausführlich beschrieben. Bemerkenswert am neuen Kaufhaus ist auch, dass in seine Umgestaltung denkmalgeschützte Typenhäuser der zweiten Stadterweiterung einbezogen werden konnten. Eine späte Wiedergutmachung dafür, dass beim Bau des Hauses zahlreiche alte Häuser abgerissen werden mussten.
Das näher an der Friedrich-Ebert-Straße und auf der anderen Straßenseite gelegene ehemalige Kaufhaus Hirsch wurde nach mehreren Vorgängerbauten 1910 an dieser Stelle errichtet. 1880 gegründet, wurde die Firma 1938 „arisiert“, das heißt enteignet und an ein NSDAP-Mitglied verkauft. Nach 1945 war das Haus zunächst Einkaufszentrum für sowjetische Offiziere, danach Möbelkaufhaus der HO (staatl. Handelsorganisation). Um die Jahrtausendwende erhielt es sein heutiges Aussehen.

 
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