Weberviertel
Romantische Weberhäuschen und Straßennamen wie Tuchmacher-, Garn- und Spindelstraße erinnern an die alte Weberkolonie Nowawes, die auf Wunsch Friedrich II. seit 1750 im heutigen Babelsberg entstand. Hier siedelten sich böhmische Protestanten an, denen Religions- und Steuerfreiheit zugesichert wurden. Mittelpunkt der Siedlung war und ist der Weberplatz mit der Friedrichskirche.
Das Gotteshaus wurde 1752/53 nach Plänen von Johann Boumann, dem Erbauer des Holländischen Viertels, errichtet. Der Weberplatz und die angrenzenden Straßen waren einst mit Maulbeerbäumen für die Seidenraupenzucht bepflanzt. Heute findet hier am Wochenende ein Floh- und Bauernmarkt statt. Die Nowaweser Weberstube in der Karl-Liebknecht-Straße 23 zeigt Dokumente zu Arbeit und Leben der Weber und zur Entwicklung des gesamten Stadtteils bis 1930. Der Name "Nowa ves" bedeutet übrigens soviel wie "Neues Dorf". An die böhmischen Traditionen des Quartiers erinnern jedes Jahr im Juni das Böhmische Weberfest und am 1. Advent der Böhmische Weihnachtsmarkt.
Adresse:
Nowaweser Weberstube
Karl-Liebknecht-Str. 23
14482 Potsdam
Tel. (0331) 70 70 59








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