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Das UNESCO-Welterbe in Potsdam

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Heilandskirche in Sacrow
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Sicht zur Glienicker Brücke
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ehemaliges Krongut in Bornstedt

Fotos M. Kartz, 2009 

Die ehemalige Residenzstadt Potsdam mit ihren königlichen Schlössern und Gärten ist im 19. Jahrhundert von den preußischen Königen zu einer außergewöhnlichen Kulturlandschaft planmäßig erweitert und gestaltet worden. Grundlage dafür war ein von Peter Joseph Lenné entwickelter Gesamtplan zur landschaftlichen Verschönerung der "Insel Potsdam". Inmitten der Havellandschaft wurden unter Ausnutzung landschaftlicher Besonderheiten die Stadt sowie die angrenzenden königlichen Parkanlagen durch gestaltete Landschaftsteile und bauliche Anlagen zu einer einzigartigen Gesamtkomposition verflochten.

Aus europäischer Perspektive ist die Potsdamer Kulturlandschaft damit ein einzigartiges Beispiel für die Gestaltung eines Landschaftsraumes vor dem Hintergrund monarchistischer Staatsideen und bürgerlichen Emanzipationsbestrebungen.

1990 wurden große Bereiche Potsdams von der UNESCO als Welterbe anerkannt. Dazu gehören die Parkanlagen Sanssouci, Neuer Garten, Babelsberg und Glienicke mit ihren Schlössern, die Pfaueninsel sowie Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche.

1999 wurde das Welterbe in Potsdam erweitert. Zum Welterbe gehören jetzt auch die Russische Kolonie Alexandrowka, der Pfingstberg mit dem Belvedere, das Schloss Lindstedt, der Kaiserbahnhof am Wildpark und die Sternwarte am Babelsberger Park.


 

N E U Die Pufferzone zum Welterbe


Die Pufferzone ist ein besonderer räumlicher Bereich zum Schutz des UNESCO Welterbes. Sie veranschaulicht den Wirkungsbereich der denkmalgeschützten Anlagen. In der Pufferzone soll die Wahrnehmung, das Betrachten und Erleben der UNESCO Welterbestätten garantiert sein. Die Pufferzone soll die besondere Wirkung des UNESCO Welterbes, die es als Kunstwerk, als Zeugnis der Geschichte und als bestimmendes städtebauliches Element auf den Betrachter ausübt, gewährleisten.

Die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam hat 2011 in Abstimmung mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und den zuständigen Behörden des Landes Brandenburg die Ausweisung der Pufferzone festgelegt und beschlossen.

In der Pufferzone muss jedes neue Bauvorhaben auf seine Wirkung zum denkmalgeschützten UNESCO Welterbe geprüft werden. Mit dieser Methode kann ausgeschlossen werden, dass Bauvorhaben welche beispielsweise besondere Blickbeziehungen auf die Welterbestätte oder aus der Welterbestätte heraus beeinträchtigen, realisiert werden.  Besonders empfindliche Sichten, z.B. in Panoramabildern sind deshalb auch bei größerer Entfernung zur Welterbestätte zu prüfen. In der Pufferzone wird das Bauvorhaben denkmalfachlich danach beurteilt, ob zum Beispiel eine geplante Solaranlage eine erhebliche Veränderung der geschützten Umgebung zur Folge haben könnte (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 BbgDSchG). Hierbei ist vor allem entscheidend:

  • der technische Aufbau (z.B. Aufdach- oder Indachmontage, Flächen-, Platten- oder Röhrenabsorber),
  • die Materialwahl und die Farbgebung der Beschichtung (insbesondere glänzende Oberflächen, auffällige Farbtöne).

Kommt die Untere Denkmalschutzbehörde zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben die geschützte Umgebung betrifft, so besteht für das Bauvorhaben eine Erlaubnispflicht nach dem Denkmalschutzgesetz.  

Solaranlagen werden fast immer denkmalrechtlich erlaubt, wenn sie die Substanz oder das Erscheinungsbild des Denkmals nicht beeinträchtigen.

Weitere Informationen zur Pufferzone, eine Übersichtskarte sowie Kontaktdaten der Ansprechpartner für Beratungen und Auskünften im Zusammenhang mit der Pufferzone erhalten Sie auf der nächsten Seite.


 
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Broschüre "Erlebnis Welterbe. Die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin"

Erlebnis Welterbe. Die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin


Die Landeshauptstadt Potsdam hat 2008 gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in zweiter Auflage eine ansprechend gestaltete Informationsbroschüre zum UNESCO-Welterbe "Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" herausgegeben. Das reichhaltig illustrierte Heft zur UNESCO-Welterbe-Stätte beschreibt kurz alle Teile des Welterbedenkmals in Potsdam und Berlin.

Aus dem Inhalt:

  • Was ist eine UNESCO-Welterbestätte?
  • Park Sanssouci
  • Um den Park Sanssouci
    • Lindstedt
    • Bornstedt
    • Brandenburger Vorstadt mit Kaiserbahnhof
  • Die Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam
  • Neuer Garten und Pfingstberg
  • Am Jungfernsee
  • Glienicke
    • Das Dorf Klein Glienicke (heute Potsdam) mit dem Jagdschloss Glienicke (Berlin)
    • Schloss und Park Glienicke (Berlin)
    • Ufer- und Höhenweg von Glienicke zur Pfaueninsel und nach Nikolskoje (Berlin)
  • Pfaueninsel
  • Schloss und Park Sacrow mit Heilandskirche
  • Park Babelsberg

 

 
 

Lesen Sie auch:
> Denkmalliste des Landes Brandenburg. Teil 04 Stadt Potsdam
> Russische Kolonie Alexandrowka
> Potsdamer Kulturlandschaft
> Informationsmaterialien der Unteren Denkmalschutzbehörde
> Ist mein Haus ein Denkmal?
Weiterführende Informationen:
> www.unesco-welterbe.de
> www.unesco.de
> www.spsg.de
Download:
> Das Welterbe als Verpflichtung für Potsdam  ( PDF,  508 kB )
> Le patrimoine mondial de l''UNESCO - sa préservation est un must  ( PDF,  30 kB )
> Il patrimonio culturale mondiale dell‘UNESCO: un impegno per Potsdam  ( PDF,  26 kB )
> World Heritage property Palaces and Parks of Potsdam and Berlin (Chinese text)  ( PDF,  112 kB )
> Aufsatz zum 10 jährigen Bestehen des Welterbes in Potsdam  ( PDF,  12 kB )

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