Ergebnisse der Bürgerumfrage zu den Welterbe-Parks in der Landeshauptstadt vorgestellt
Pressemitteilung Nr. 793 vom 14.12.2016

Überwältigende Mehrheit für Schutz der Gartendenkmäler

Park Sanssouci und Neues Palais (© SPSG/HansBach)
Park Sanssouci und Neues Palais (© SPSG/HansBach)
Park Sanssouci und Neues Palais (© SPSG/HansBach)
Bürgerumfrage zu den Welterbe-Parks
Bürgerumfrage zu den Welterbe-Parks
Bürgerumfrage zu den Welterbe-Parks

Eine überwältigende Mehrheit der Potsdamerinnen und Potsdamern hält den Schutz der Welterbe-Parks für wichtig bis sehr wichtig. Das äußerten 97 Prozent der Teilnehmenden – so lautet eines der Ergebnisse der Bürgerumfrage zu den Welterbe-Parks, die die Landeshauptstadt Potsdam durchgeführt hat. Erstmals sind die Bürgerinnen und Bürger nach ihren Ansichten über und die Aktivitäten in drei der Welterbe-Parks befragt worden. Die Ergebnisse stellten heute Oberbürgermeister Jann Jakobs, der Fachbereichsleiter für Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung, Dieter Jetschmanegg, sowie Manuela Neels vom Kinder- und Jugendbüro der Landeshauptstadt Potsdam und die Bereiche WerkStadt für Beteiligung und Statistik und Wahlen vor.

„Der Schutz der Gartendenkmäler ist den Potsdamerinnen und Potsdamer äußerst wichtig. Das ist eine klare Botschaft, dass dies eine wichtige Aufgabe auch in Zukunft ist“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Zugleich aber ist mit 55,6 Prozent eine klare Mehrheit gegen den Pflichteintritt im Park Sanssouci. Auch das ist ein klarer Auftrag an uns, dieses Ergebnis ernst zu nehmen und die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen.“

Im September und Oktober 2016 wurden zwei Umfragen zu den Potsdamer Welterbe-Parks Sanssouci, Neuer Garten und Park Babelsberg durchgeführt. In der repräsentativen Bürgerumfrage sowie einer begleitenden Kinder- und Jugendumfrage wurde nach der Wahrnehmung der Parks, ihrer gewünschten und tatsächlichen Nutzung sowie der Haltung zu einem pflichtigen Parkeintritt für Sanssouci gefragt. Von den an rund 5700 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger versendeten Fragebögen wurden mehr als 2300 zurückgeschickt. Die vergleichsweise hohe Rücklaufquote von 41,1 Prozent zeigt das große Interesse der Potsdamerinnen und Potsdamer an den Welterbe-Parks. Weiterhin spiegelt die Struktur der
 
Antwortenden die tatsächliche Struktur der Bevölkerung sehr gut wieder, weshalb die Umfrageergebnisse als repräsentativ einzuschätzen sind.

Zentrale Erkenntnisse waren dabei:
-    Eine überwältigende Mehrheit (knapp 97%) der Potsdamerinnen und Potsdamer hält den Schutz der Welterbe-Parks für wichtig bis sehr wichtig.
-    Neun von Zehn Potsdamerinnen und Potsdamern haben in den vergangenen 12 Monaten mindestens einen der drei untersuchten Welterbe-Parks besucht.
-    Die Häufigkeit der Parkbesuche hängt in hohem Maße von der Wohnortnähe ab. Potsdamerinnen und Potsdamer, die in fußläufiger Entfernung zu den Welterbe-Park leben, nutzen diese deutlich intensiver.
-    Die Merkmale Sauberkeit, Gestaltung und der Pflegezustand der Welterbe-Parks sind den Teilnehmenden besonders wichtig – und sie schätzen deren tatsächliche Umsetzung als sehr positiv ein.
-    Die Potsdamerinnen und Potsdamer finden eine gute Ausstattung der Welterbe-Parks mit Papierkörben, sanitären Einrichtungen, Sitzbänken und einer ausreichenden Beleuchtung ebenfalls sehr wichtig – hier sehen sie allerdings vielfach noch Verbesserungspotential.
-    Abweichend von den befragten Erwachsenen (ab 16 Jahre) vermissen die befragten Kinder und Jugendlichen ein ausreichendes Angebot an Spiel- und Bewegungsflächen in den Welterbe-Parks.
-    Die Welterbe-Parks werden von den Potsdamerinnen und Potsdamern ganz überwiegend zum Spazierengehen, der stillen Erholung beim Sitzen, dem Besuch einer Sehenswürdigkeit sowie der Durchquerung mit dem Fahrrad genutzt.
-    Der Besuch der Parks mit Kindern, einer gastronomischen Einrichtung oder Sehenswürdigkeit, sowie teils die Erholung beim Liegen oder beim Baden spielen eine nachgeordnete, wenngleich nicht unwichtige Rolle. Andere (teils gar nicht zulässige) Nutzungsmöglichkeiten, sind hingegen nur von geringer Bedeutung.
-    Eine klare Mehrheit der Teilnehmenden (55,6 %) spricht sich gegen einen Pflichteintritt für den Park Sanssouci aus. 44,4 Prozent sind bereit, einen Eintritt zu bezahlen.